Man nehme: einmal Salzwasser, einmal Süsswasser, viel Kieferwald und weichen Sand; und das zusammen gibt die Frische Nehrung. Und jetzt noch etwas präziser:
An der östlichen Ostseeküste beim Dorf Kąty Rybackie beginnt die Frische Nehrung. Sie ist ein grüner Landstrich – teilweise nur ein paar Hundert Meter breit – und trennt den Süsswassersee, auch genannt Frisches Haff, von der Ostsee. Mit dem Velo kann man die gut 30km unter die Pedale nehmen. Dann endet der Weg abrupt. Es wären noch rund 400m bis zur russischen Grenze. Die Frische Nehrung als solche geht weiter; einfach auf russischem Terrain. Insgesamt hat sie eine Länge von ca. 70km.
Mit etwas Glück und der passenden Jahreszeit bekommt man unterwegs in einem Café ein feines „jagodzianka“ serviert; ein Hefebrötchen mit wilden Heidelbeeren gefüllt. Nach so einem Brötchen sollte man jedoch nicht zu fest lachen und schon gar nicht jemandem die Zunge zeigen. Denn das dunkle Fruchtfleisch der Beeren verfärbt Zähne und Zunge für eine Weile in tiefes Blau.